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23Jul2017

HNA: DTRW lässt vom eigenen Eschborner Unternehmen sammeln

Die HNA berichtete am 30. Juni 2017 unter dem Titel „Der Rechtsstreit dauert an“ über das Umgehen des vom RP Gießen gegen DTRW erlassenen Sammlungsverbots durch Auslagerung der Altkleidersammlung an die Firma Eurocycle in Eschborn. Dies ist nur ein Teil des Umbaus des Nowakowski-Altkleiderimperiums. Meist entstehen durch Abspaltungen, wie aus aktuellen Handelsregisterauszügen hervorgeht, neue Firmen: Re-Use, Triglav und Volz. Selbst wenn die Verflechtungen schon durch Gerichtsentscheide dokumentiert sind, tun sich die RPs schwer das Verbot durchzusetzen oder aber die Kommunen in die Lage zu versetzen, dem Treiben Herr zu werden.

Der Eurocycle GmbH (die umfirmierte ehemals in Marburg ansässige Bicker GmbH) wurde schon einmal vor 5 Jahren mit Bescheid des Regierungspräsidiums Gießen vom 6. Dezember 2012 der Handel mit Textilien, sowie jede andere selbständige gewerbliche Tätigkeit untersagt, soweit sie unter § 35 GewO fällt. In so einigen Regierungsbezirken wird allen Unternehmen in dem Geflecht Unzuverlässigkeit attestiert.

27Mai2017

Otto-Ubbelohde-Preis 2017 geht an die Gartengruppe

Ein Otto-Ubbelohde-Preis geht im Jubiläumsjahr 2017 an das „ehrenamtliche Gartenteam zur Pflege des Otto-Ubbelohde-Gartens“. Die elfköpfige Jury  hatte sie für ihre eindrucksvolle Wiederherstellung des Otto-Ubbelohde-Gartens ausgewählt. Der Preis wird angesicht des 150ten Geburtsjahrs im Juni im Otto-Ubbelohde-Garten übergeben. Am 5. Januar 1867 wurde Otto Ubbelohde in Marburg geboren.

Wie der Landkreis in seiner »Pressemitteilung schreibt, besteht die Gruppe aus Barbara Seitz, Bärbel Lies, Monika Moritz, Marianne Nain und Angela Timmermann. Diese fünf Frauen treffen sich seit 2011 mindestens einmal pro Woche mit einem konkreten Ziel: Die Gärten rund um das Otto-Ubbelohde-Haus wieder so weit wie möglich in den Zustand zu versetzen, in dem diese waren, als dort Otto Ubbelohde lebte und arbeitete. Die Wiederherstellung der Gärten erfolgt nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten und wird behutsam ergänzt, so dass diese nunmehr wieder in ihrer schönen Pracht erscheinen. Dafür wurden alte Fotos und Materialien benutzt sowie Zeitzeugen befragt, die den Garten in früherem Zustand noch gut kannten. Diese Gärten sind inzwischen Teil der übergeordneten „Garten Route Eder – Lahn – Diemel“ und sehr beliebt. Das Team hat sich mit viel Gespür und anhaltend hoher Tatkraft in die Restauration des historischen Künstlergartens vertieft. Im Ergebnis sieht man einen künstlerisch gestalteten Garten, der seinen eigenen Charme entwickelt. Gut kann man sich den malenden Künstler Otto Ubbelohde inmitten der Gärten vorstellen.

30Apr2017

Windkraft – Mythen und Wahrheiten

So einigen Mythen über die Windkraft ist schwer beizukommen. Das Hessische Wirtschaftsministerium hat hierzu das Faktenpapier „Windkraft – Mythen und Wahrheiten (pdf, 684kB)“ veröffentlicht. Über die die angebenen Quellen sowie weiterführende Links und Lesetipps und im Heft „Windenergie in Hessen – Von den Beschlüssen des Energiegipfels zur konkreten Umsetzung vor Ort“ lassen sich alle Grundlagen nachvollziehen.

Der Lahntaler Energieexperte Michael Meinel hat in einem Artikel die Gründe für weit verbreitete Desinformationen dokumentiert:

Fakten statt Mythen zur Windkraft

 

29Mrz2017

Wiederkehrende Straßenbeiträge in Lahntal?

Für die Gemeindevertretersitzung am 29 März stand das Thema Wiederkehrende Straßenbeiträge auf der Tagesordnung. Auf Vorschlag der Grünen ist dieses Thema wieder zurück in die Ausschüsse verwiesen worden. Aus unserer Sicht gibt es noch erheblichen Klärungsbedarf.

Der Vorteil, dass auch Straßenzüge saniert werden können, bewirkt logischerweise, dass mehr saniert werden kann und soll, da Anlieger in einem größeren Gebiet veranlagt werden. Aber auch ohne, dass die Kommune mehr Geld hat. Also wird entweder die Kommune mehr Schulden machen oder aber Bürger, die schon einige Male gezahlt haben, länger vertröstet werden müssen.

Die langfristige Wirkung auf die kommunalen Finanzen ist somit schwer zu beurteilen. Und dieist nur ein Aspekt, der noch der Klärung harrt. Am 10. Mai soll hierzur eine Klausur beitragen.

24Mrz2017

Kantine des Kreishauses trägt nicht zum Klimaschutz bei

In der letzten Kreistagssitzung am 24. März begründete Nadine Bernshausen einen Antrag der Grünen zum Angebot von regionalen und/oder Bioprodukten in der Kantine des Kreishauses. Sie wies darauf hin, dass es solche Angebote in vielen Verwaltungen des Bundes, des Landes und Kommunen gibt. Weiterhin ist dies bspw. für Bundesumweltministern Hendricks ein Beitrag zum Klimaschutz, anderswo für Gesundheit und nachhaltige Wirtschaft. Dies kann in vielen wissenschaftlichen Publikationen nachgeprüft werden. Dennoch hat die Mehrheit der GroKo diesen Antrag abgelehnt. So verwies die Landrätin auf das Wort „ausschließlich“, aber ein Änderungsantrag dieses Wort zu streichen, kam überraschenderweise nicht stattdessen so einige polemische Beiträge.

Aus meiner Sicht möchte ich als Agraringenieur noch auf einen Aspekt hinweisen. Schon in meinem Studium war ein wichtiger agrarpolitischer Fakt, dass wir in Deutschland erhebliche landwirtschaftliche Flächen in alle Welt ausgelagert haben, um unsere Viehzucht in der damalig noch deutlich niedrigen Zahl zu ermöglichen.

Aber bereits in dieser Zeit war klar: Weder wir in Deutschland, erst recht nicht die übrige westliche Welt, für die das Obige ebenso gilt, können diese Praxis auf Dauer so durchhalten. Die Produktion von Lebensmitteln war schon damals nicht nachhaltig und schon damals sagte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, dass wir zuviel Fleisch, zuviel Zucker und zuviel Fett konsumieren.

Und heute: Mehr als nochmal die gleiche landwirtschaftliche Fläche, wie sie Deutschland zur Verfügung hat, sind ausgelagert. China und andere Staaten machen es uns nach. In Afrika und anderswo werden hierfür Flächen aufgekauft. Wir ernähren uns also auf Kosten anderer und das auch noch entgegen den Empfehlungen der Ernährungsexperten, also schlecht. In den drei Jahrzehnten mit noch mehr Fleisch, Zucker, Fett und dazu mit noch weniger Bewegung.

Es ist also allein aus diesen Günden höchste Zeit hier gegenzusteuern. Regionale, nachhaltige erzeugte Produkte im Kreishaus wären ein kleiner Beitrag gewesen, hätten allerdings eine große Vorbildfunktion gehabt. Schade, dass die GroKo auch hier den Stillstand bevorzugt.



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